Gartenklinik
Geschnittene Hecke im Sommer

Heckenschnitt · 4 Minuten · Stand September 2026

Hecken­schnitt: von wann bis wann erlaubt?

Vom 1. März bis 30. September ist der starke Rückschnitt verboten. Was trotzdem geht, was nicht, und wie Sie das Jahr planen.

Die gesetzliche Schonzeit

Nach § 39 Absatz 5 Bundesnaturschutzgesetz ist es vom 1. März bis 30. September verboten, Hecken, lebende Zäune, Gebüsche und andere Gehölze abzuschneiden, auf den Stock zu setzen oder zu beseitigen. Der Grund ist der Schutz brütender Vögel.

Ausgenommen sind schonende Form- und Pflegeschnitte zur Beseitigung des Zuwachses oder zur Gesunderhaltung. Ein Formschnitt, der nur das Jahresgrün entfernt, ist also auch im Sommer erlaubt.

Was im Sommer geht, was nicht

  • Erlaubt: Formschnitt, der die Hecke in ihrer Form hält und den Zuwachs entfernt
  • Erlaubt: Freischneiden von Gehwegen und Sichtdreiecken, wenn die Verkehrssicherheit es verlangt
  • Verboten: Rückschnitt ins alte Holz, der die Hecke deutlich verkleinert
  • Verboten: Auf den Stock setzen oder Entfernen einer Hecke
  • Immer: Vor dem Schnitt auf Nester prüfen, bei Brut den Schnitt verschieben

So planen Sie das Heckenjahr

Ein erster Formschnitt um den Johannistag Ende Juni, ein zweiter im August oder September. Wer die Hecke deutlich kleiner haben will, plant den Rückschnitt für Oktober bis Februar. Immergrüne Hecken wie Thuja oder Kirschlorbeer vertragen den Rückschnitt am besten im Spätwinter, laubabwerfende wie Hainbuche oder Liguster auch im Herbst.

Für Wohnanlagen empfiehlt sich ein fester Pflegeplan: Termine je Hecke, Zuständigkeit, Entsorgung. Dann fällt niemandem erst im März auf, dass der Rückschnitt vergessen wurde.

Hinweis

Landesrechtliche Regelungen und der Baumschutz der Gemeinde können weitere Vorgaben machen. Diese Übersicht ersetzt keine Rechtsberatung.

Das übernehmen wir für Sie

Heckenschnitt zum richtigen Zeitpunkt

Formschnitt in der Saison, Rückschnitt im zulässigen Zeitraum, mit Entsorgung. Für Privatgärten, Wohnanlagen und Gewerbe.